Donnerstag, 1. November 2012

Autoreninterview mit Annette Eickert

Hallo, meine lieben Leser,

bei meiner Suche durch das Internet, bin ich auf dieses nette Interview mit Annette Eickert gestoßen. Da ich mich ja gerade selbst mit den Ynsanter - Büchern beschäftige, habe ich die Damen von Best of Books darum gebeten mir das kopieren dieser Befragung zu genehmigen. Und, wie ihr sehen könnt, wurde mir dies auch gestattet.

Vielen Dank an Best of Books und ihre Autoren Ivi & Jess.





Wir von Best of Books hatte mal wieder die Ehre, ein Interivew mit einer wunderbaren Autorin zu führen. Diesmal handelt es sich um Annette Eickert, die gerade mit Ynsanter ihre ersten Erfolge feiert.

Wenn ihr die Autorin also nicht einfach nur besser kennen lernen wollt, sondern auch neugierig darauf seit, um was genau es in ihren Büchern geht, welches Buch sie gerne selbst geschrieben hätte und welchen Beruf sie ausübte, bevor sie zur Schreiberei kam, dann dürft ihr euch dieses Interview auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Wir haben Annette Eickert als freundliche, lustige Frau kennen gelernt und hoffen sehr, sie mit diesem Interview ein wenig unterstützen zu können.

1.Wann haben Sie mit Schreiben angefangen?
Gerne geschrieben habe ich bereits in der Schule, am liebsten Aufsätze und Geschichtsreferate, damit hat es eigentlich erst richtig angefangen. Danach schrieb ich erst einmal nur für mich alleine, bis mir jemand von den so genannten Fanfictions erzählte. Erst dann habe ich meine allererste Fantasygeschichte online gestellt und als positive Resonanz kam, habe ich weiter geschrieben. Von diesem Moment konnte ich nicht mehr aufhören. Eine Geschichte nach der anderen fing an in meinem Kopf herumzuspuken und eine Geschichte nach der anderen entstand. Bis heute schreibe ich gerne meine eigenen Fantasygeschichten, aber genauso gerne Fanfictions.

2.Haben Sie irgendwelche literarischen Idole?
In aller erster Linie R.A.Salvatore, der u.a. Forgotten Realms Romane schreibt, aber auch all seine anderen Romane. Jeden einzelnen habe ich förmlich verschlungen und das nicht nur einmal. Zwei weitere Idole sind Margret Weis und Tracy Hickman, die die fantastische Welt von Drachenlanze erfanden und mitreißende Geschichten geschrieben und geschrieben haben.

3.Haben Sie sich bei ihren ersten Schreibversuchen nach einem bestimmten Autor gerichtet und versucht, die Schreibweise zu imitieren um besser zu werden?
Direkt nach einem bestimmten Autor habe ich mich noch nie gerichtet, obwohl einige Dinge beim Lesen hängen geblieben sind. Imitieren möchte ich auch gar nicht erst jemanden, ich schreibe für mich selbst und bastle an einem Satz so lange, bis er mir gefällt, ob er dann irgendeiner Schreibweise ähnelt, dass weiß ich ehrlich gesagt nicht.

4.Es gibt viele Autoren, die bei kompletter Ruhe nicht so gut schreiben können, als mit irgendwelchen Hintergrundgeräuschen. Hören Sie Musik während des Schreibens oder haben den Fernseher laufen?
Beim Fernsehen kann ich nicht schreiben, lenkt mich zu sehr ab, aber ohne Musik geht überhaupt nichts! *lach* Musik läuft immer beim Schreiben. Meistens läuft meine Liste einmal rauf und runter und wieder zurück. Habe es sogar schon ohne ausprobiert, aber da kam nichts Vernünftiges heraus.

5.Müssen Sie viel für ihre Geschichten recherchieren, bevor sie anfangen zu schreiben?
Das ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich. Für Ynsanter habe ich eine Menge im Internet recherchiert, besonders wegen der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch wegen den Fabelwesen. Demnächst plane ich einen Krimi, der in der Neuzeit spielen wird, dazu muss ich noch ein wenig mehr nach Informationen suchen.

6.Was ist ihr Lieblingsbuch und Ihr Lieblingsautor?
Mein Lieblingsbuch ist „Die Zauberprüfung“ von Margret Weis. Mein Lieblingsautor ist R.A.Salvatore.

7.Woher nehmen Sie die Ideen Ihrer Geschichten? Halten Sie sich an Dinge, die Ihnen selbst schon mal passiert sind oder richten Sie sich nach Träumen, Büchern, Filmen, usw?
Alles kommt irgendwie immer spontan. Entweder wenn ich etwas lese, oder auch bei Filmen und Serien, die ich mir anschaue, aber auch wenn ich mit Freunden rede. Aus einer kleinen Unwichtigkeit wird dann die Idee geboren und weitergesponnen. Doch generell lasse ich mich von Träumen überhaupt nicht beeinflussen, das müsste eine richtige Ausnahme sein und bisher ist mir so etwas noch nicht passiert. Im Allgemeinen bekomme ich meine Ideen von allem und recht spontan.

8.Welches Buch eines anderen Autors hätten Sie am liebsten selbst geschrieben?
Eindeutig die Bis(s)-Reihe. Gelesen habe ich alle Teile, doch an vielen Stellen hätte ich vieles ganz anders gestaltet.

9.Welche Romanfigur (eines anderen Autors) hätten Sie am liebsten erfunden/kreiert?
Raistlin Majere aus Drachenlanze von Margret Weis. Allerdings hat die Autorin der Figur von Anfang an so viel Leben eingehaucht, dass nur sie ihn perfekt agieren lassen kann, was auch gut so ist.

10.Was würden Sie sagen, wenn irgendjemand ein Film oder eine TV Serie aus ihren Büchern machen würde?
Oh mein Gott!!! Das wäre der Traum schlechthin. Ich glaube, das wäre der Traum von ganz vielen. Ganz ehrlich, ich hatte sogar schon einmal darüber nachgedacht und wenn tatsächlich jemand der das Sagen hätte meine Bücher finden würde und sie gut findet, warum nicht.

11.Hätten Sie irgendwelche Schauspielvorschläge, wenn es einmal so weit kommen würde?
*lach* Die hätte ich wirklich, obwohl die Frage sehr utopisch ist.
Bei Norion bin ich mir etwas unsicher, aber ich könnte mir Christian Haydensen gut vorstellen. Bei den Zwillingen Ronor und Nomarac Leadal Tom Felton und Jared Leto. Den Waffenmeister Larrin Doar und Neferrilion bin ich mir unsicher, aber Hugh Jackman würde beide sicherlich beide gut verkörpern. Calenor Kurutamat eindeutig Jason Isaac und Semesh von Eva Mendes. Zu Nezzir Rawon und Sisatana fällt mir niemand ein, aber Johnny Depp würde sicherlich eine gute Figur als Zevenaar machen. Als letzter könnte ich mir Evan McGregor als Ataran vorstellen.
Ich fürchte, ich habe hier die Latte sehr hoch gelegt *lach*

12.Bei welchem Ihrer Charaktere hat Ihnen das Schreiben am meisten Spaß gemacht?
Da gibt es sogar zwei Charaktere. Zum einen der Sklavenhändler Nezzir Rawon und der Drache Hytaas. Nezzirs Charakter war oft sehr launisch und obwohl er klug sein wollte, gingen seine Pläne sehr oft baden. Besonders in den noch nicht veröffentlichen Teilen von „Ynsanter“ macht er eine Charakterwendung, die mir am meisten Spaß gemacht hat zu schreiben. Bei dem Drachen Hytaas liebe ich das stolze Wesen und den Sarkasmus. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt, dann möchte er es erreichen und gleichzeitig ist er seinen Freunden ergeben. Am Anfang war es noch sehr schwierig für mich, aber dann plötzlich ging er mir ganz einfach von der Hand.

13.Sind irgendwelche Ihrer Charaktere in gewisser Art und Weise wie Sie selbst, Familienmitglieder oder Freunde?
Ganz ehrlich … schwierige Frage. Einige meiner Charaktere reagieren in bestimmten Situationen genau wie ich, was dann oft sehr spontan kommt. Ansonsten gehe ich die Szenen vor dem Schreiben immer geistig durch und versuche ihre Art vorher festzulegen. Aber es kam auch schon öfters vor, dass sich die Charaktere einfach selbstständig machen und ich nichts dagegen tun kann. *lach*

14.Um was genau geht es in ihren Fantasy Romanen?
Das ist eine gute Frage *lächel*. Es geht um zwei Völker, die Raukarii und die Iyana, die teilweise an Elfen angelehnt sind. Beide Völker waren vor vielen Jahrtausenden durch die gleichen Vorfahren miteinander verbunden. Doch durch einen Streit zwischen der großen Göttin und ihrem Sohn wurde das alte Volk gespalten. Seitdem beten die Iyana zur großen Göttin und die Raukarii zum Feuergott Zevenaar. Der Feuergott hatte zudem ein ganz besonderes Götterschwert erschaffen: Ynsanter. Damit wollte er seine Mutter töten, weil er glaubte von ihr nie geliebt worden zu sein. Doch er konnte sie nicht töten und hatte Ynsanter als Herrschaftssymbol dem Anführer der Raukarii übergeben. Das Schwert und der Anführer verschwanden jedoch spurlos und damit fängt die eigentliche Geschichte an
Ein Iyana (Ataran) wird bei einem Überfall der Feinde gefangen genommen und versklavt, aber das Schicksal hatte etwas anderes im Sinn. Er verliebte sich in eine Raukarii (Sistana) und beide wurden Eltern des Halb-Raukarii Norion. Um Norion dreht sich die Geschichte, der abgeschieden und unwissend als Sklave unter den Feinden aufwächst. Erst im Laufe der Geschichte trifft er Raukarii die anders sind, als alle anderen und sie werden auf ungewöhnliche Weise Freunde. Aber es gibt auch noch die Bösewichte, die das Götterschwert Ynsanter suchen und hoffen, es am Ende auch zu finden, um die Herrschaft an sich zu reißen. Unwissentlich geraten Norion und seine neuen Freunde zwischen die Fronten. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, den Rest müsst ihr lesen. *lächel*

15.Arbeiten Sie gerade an irgendwelchen neuen Projekten?
Zurzeit schreibe ich eine Idee für eine Fanfiction nieder, aber auch nur, damit ich anschließend besser auf einen Krimi konzentrieren kann, der mir ebenfalls schon länger im Kopf herumgeistert. Notizen gibt es bereits einige und ich hoffe, dass ich schon bald damit anfangen kann. Diesmal jedoch kein Fantasy, was für mich gleichzeitig noch eine Herausforderung wird, aber ich freue mich.

16.Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
Das ist wirklich unterschiedlich. Für „Ynsanter“ (Band 1 und Band 2) hatte ich vier Monate gebraucht. Für die zwei unveröffentlichten Teile von Ynsanter ungefähr fünf Monate. Es gibt auch Phasen, in denen ich einfach schreibe, schreibe und schreibe und dann tagelang gar nicht. Generell würde ich sagen, pro Geschichte vier bis sechs Monate.

17.Haben Sie neben dem Schreiben noch einen anderen Beruf?
Ich hatte mal einen anderen Beruf, Arzthelferin und Bürokauffrau, aber als ich vor fünf Jahren an Multiple Sklerose erkrankt bin, konzentriere ich mich seitdem ganz aufs Schreiben. Es ist sehr schwer mit der Krankheit einen ganz normalen Beruf auszuüben, was allerdings nicht an der MS selbst liegt, sondern niemand möchte chronisch Kranke einstellen, leider.

18.Was halten ihre Familie und Freunde von Ihren Büchern?
Bisher fand sie jeder, der sie gelesen hat gut und viele sind überrascht, dass ich es geschafft habe überhaupt solche Geschichten zu schreiben.

19.Was ist Ihr größter Traum?
Wenn meine Bücher ins Englische übersetzt werden würden.

20.Möchten Sie noch irgendetwas zu Ihren Fans und den Lesern von Best of Books sagen?
Ich danke allen ganz herzlich, dass sie die Geschichte um Ynsanter, Norion und dessen Freunden und Feinden lesen und gelesen haben und die Freude und das Leid der Figuren mit mir teilen. Die Unterstützung meiner Leser ist mir sehr wichtig und ich möchte mich gerne bei jedem einzelnen bedanken. Ich bin stolz auf euch.
Ich hoffe, dass ich demnächst einen neuen Verlag finde, denn ich bin fleißig auf der Suche, und dass ich anschließend die unveröffentlichten Teile von Ynsanter euch präsentieren kann, denn die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
Außerdem bedanke ich mich ganz herzlich bei Best of Books für dieses Interview.

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