Donnerstag, 27. Dezember 2012

Annette Eickert - Pech und Schwefel



Klappentext:

"Das Chaos herrscht in den Straßen von Mayonta. In einer einzigen Nacht verlieren die Zwillingsbrüder des Hohepriester Ronor und Nomarac ihre Eltern, ihr Zuhause und ihre Identität.
Von diesem Moment müssen sie sich verängstigt, hungrig und alleine durchs Leben schlagen. Dabei landen beide mitten in einen Sumpf aus Feindschaft und Machenschaften. Aber eine gute Seele – die Prostituierte Liehshy – kennt ihr Geheimnis und hilft ihnen ihr neues Leben zu akzeptieren. Doch nach Jahren lauert die Gefahr immer noch im Verborgenen, bis sie ihre Maske fallen lässt und die Zwillinge auf eine harte Probe stellt. Sie lernen was wahre Freundschaft, Liebe und Mut wirklich bedeuten."


Als ich hörte, dass die Autorin der Ynsanter - Reihe plante mit "Pech und Schwefel" ein weiteres Stück ihrer fantastischen Welt um Zevenaar preis zu geben, war ich schon sehr auf das Ergebnis ihrer Bemühungen gespannt.
Ich wartete entsprechend sehnsüchtig auf das Erscheinen des Buches und als ich es endlich in meinen Händen hielt, freute ich mich besonders, als ich erkannte, dass es von zweien meiner liebsten Charaktere handelt.
Die Zwillinge Normarac und Ronor offenbaren nun endlich einen großen Teil ihrer Vergangenheit und zeigen sich dem Leser in neuer, teilweise sehr verletzlicher Weise.
Dennoch lässt auch dieses Buch noch viele Fragen offen, die mich bereits seid dem ersten Teil von Ynsanter verfolgen. Wie kam es nur, dass die Beiden in die Dienste von Nezzir und ähnlichen Gestalten gerieten, und was geschah mit ihnen nach ihrer Zeit im Turm? Ich hoffe nur, die Autorin wird diese Fragen und noch mehr in einem ihrer nächsten Bücher erläutern.
Wie die vorhergehenden Teile, ist auch dieser in einer sehr flüssigen und bildhaften Schreibweise gestaltet, die es dem Leser ermöglicht, regelrecht durch de Geschichte zu fliegen und mit den Protagonisten mitzufiebern.

Wer also gerne in die Welt des Fantasy eintaucht und sich in wunderlichen und interessanten Welten Zuhause fühlt, kommt an diesem Buch nicht vorbei, und wird seine wahre Freude daran haben. Auch neue Leser, die nicht mit der Autorin vertraut sind, können dieses Buch als Einstieg nutzen, da es als unabhängige zur großen Saga betrachtet werden kann.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Saga vom Dunkelelfen


Hallo Ihr Lieben dort draußen,






ich habe heute mal wieder etwas Feines für die Ohren. Sicher kennen einige von Euch bereits den begnadeten Autoren R.A.Salvatore, der sich mit seiner "Saga vom Dunkelelfen" einen Namen gemacht hat. Auf Youtube bin ich nun auf die Hörspiele dieser faszinierenden Buchreihe gestoßen, die von "Lausch-Fantastische Hörspiele" herausgebracht worden sind. Einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommt Ihr in dem folgenden Video.


Viel Spaß damit,
Euer Bücherwürmchen

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ralf Isau - Die Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz



Klappentext: Ohne den Buchhändler Karl Konrad Koreander wäre Phantasien verloren gewesen. Er war es, der dem jungen Bastian die "Unendliche Geschichte" gab und damit das Tor in das phantastische Reich öffnete. Jeder kennt diese Geschichte. Aber wie kam das Buch ursprünglich in das Antiquariat - und welche Abenteuer hat der junge Koreander selbst in Phantasien erlebt?


Wie versprochen habe ich mich einem weiteren Meisterwerk des bekannten Kinder - und Jugendbuchautoren Ralf Isau gewidtmet. Ich muss sagen, das dies Buch vollkommen meinen Erwartungen entsprochen hat.

Jenem, dem die von Michael Ende erschaffene Welt Phantasien ein Begriff ist, der wird sich sicherlich genauso gerne, wie ich, an seinen Buchhändler Karl Konrad Koreander erinnern. Ralf Isau hat diese Figur genommen, und sich eine spannende Vergangenheit einfallen lassen, die erklären könnte, wie aus dem jungen und enorm unsicheren Mann vom Beginn seiner Geschichte, jener selbstsichere Bibliothekar von M.Ende werden konnte.

Alte Traditionen, verschwundene Vorgesetzte oder auch seltsame Zeitverläufe sind nur einige wenige Probleme, die im Laufe des Buches überwunden werden wollte.

Als Fazit kann ich nach dem Lesen nur feststellen, dass diese Geschichte in die Fußstapfen von Michael Ende tritt und überaus Empfehlenswert ist.


Sonntag, 16. Dezember 2012

Michael Peinkofer - Die Zauberer

Umschlagtext: Der große Krieg hat den Kontinent Erdwelt nahezu vernichtet. Inzwischen herrschen Elfenkönige gemeinsam mit dem Hohen Rat der Zauberer über das Land. Ihre Aufgabe ist es, den Frieden zu wahren. Doch finstere Verschwörer streben nach der Macht. In diesen ungewissen Zeiten ruht die Hoffnung aller ausgerechnet auf drei jungen Novizen: der verführerischen Elfin Alannah, dem ergeizigen Elf Aldur und dem undurchsichtigen Menschen Granock. Ihre Ausbildung zum Zauberer hat gerade erst begonnen. Der Krieg aber steht unmittelbar bevor ...

Der Leser begleitet in dieser Geschichte den Menschen Granock auf seinen ersten Schritten, um ein großer Zauberer zu werden. Die Verwandlung von dem mistrauischen Kleinganoven, welcher seine magische Kraft nutzte, um sich als "Blitzdieb" einen Namen zu machen, hin zu einem, seinen Meister verehrenden Novizen, fällt ihm jedoch alles andere als leicht. Mehrere größere und kleinere Schwierigkeiten stellen sich ihm dabei in den Weg, allen voran der ergeizige Elf Aldur, welcher es als unter seiner Würde ansieht die heiligen Hallen Shakaras mit ihm zu teilen.
Dennoch müssen es diese beiden schaffen, sich mit Hilfe ihrer Meister und der Novizin Alannah, zusammen zu raufen. Einen schwierige Reise, in unerforschte Gefilde, auf den Spuren des uralten Bösen, fordert alles von ihnen und führt sie an die Grenzen ihrer Kräfte. Sie müssen erkennen, dass sie nur gemeinsam eine Chance haben, um dies zu überstehen, und die Welt vor dem Übel zu retten zu können.

Mit diesem Buch hat Michael Peinkofer einen spannenden Auftakt zu einer weiteren viel versprechenden Fantasy - Reihe geschaffen. Die bildhafte Darstellung von Personen und Orten lässt den Leser durch die Geschichte fliegen, und mitfiebern. Jeder, der sich für Highfantasy interessiert, wird daher seine wahre Freude an ihr haben.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Eoin Colfer - Artemis Fowl

Artemis Fowl 5 – Die verlorene Kolonie

Vor zehn Jahrtausenden bekämpfte die Menschheit das magische Volk und sie besiegten sie in einer großen Schlacht und so waren sie gezwungen unterirdisch weiterzuleben. Nur die 8. Familie der magischen Wesen blieb unbesiegt: Die Dämonen. Aber jetzt hat ein Dämon die Geheimnisse des Erdvolks entdeckt und sollten die Menschen von den magischen Wesen erfahren, wäre das Erdvolk in großer Gefahr! Nur eine Person kann dieses Desaster verhindern: das kriminelle Genie Artemis Fowl.

Der irischstämmige Autor Eoin Colfer hat mit seiner Buchereihe über den hochinteligenten Artemis Fowl ein wahres Meisterwerk geschaffen. Der Witz und Sarkasmus des alles andere als typischen Teenagers fesselt den Leser von der ersten Minute. Mich, als bekennender Harry Potter Fan, erinnert er immer wieder an J.K. Rowlings Draco Malfoy. Wenn ihr also am Absonderlichen interessiert seid, dann kann ich euch diesen jungen Mann nur wärmstens empfehlen.


Samstag, 1. Dezember 2012

Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht




Umschlagtext:
Sergej Lukianenko entführt den Leser mitten in Moskau zu Vampiren, Gestaltwandlern, Hexen und Magiern. Er zeigt uns die Welt der „Anderen“, wo sich die Mächte des Lichts und die Mächte der Finsternis in einem unversöhnlichen Zwist gegenüber stehen, und nur durch einen mehr als wackeligen Waffenstillstand an der gegenseitigen Vernichtung verhindert werden. So haben sich zwei Organisationen heraus gebildet, „die Wächter des Tages“ und „die Wächter der Nacht“, denen es auferlegt wurde das sensible Gleichgewicht der Mächte zu waren, denn sollte es einmal aus den Fugen geraten, wird die Welt mit ihm untergehen …


Bereits vor einiger Zeit habe ich mich an eine, wie ich finde sehr interessante Buchreihe gewagt. Sergej Lukianenko , der erfolgreichste russische Sience-Fiction- und Fantasy-Autor der Gegenwart, hat mit der Wächter-Reihe, welche insgesamt vier Bücher umfasst, eine großartige Welt inmitten des heutigen russlands erschaffen. Horror und Fantasy treffen auf normale Altagssituationen, was dieses Buch für mich so fesselnd machte.


Ich kann euch dieses Buch, und auch seine Nachfolger nur wärmstens ans Herz legen. Durch die flüssige Erzählweise, fliegt man regelrecht durch das Buch, es ist somit auch für jene Leser geeignet, die sonst vor großen Werken zurück schrecken.

Donnerstag, 22. November 2012

Annette Eickert - Ynsanter Band 2





Kladdentext: Die Suche nach dem Götterschwert Ynsanter geht weiter:

Norion hat inzwischen mit den Zwillingsbrüdern Freundschaft geschlossen, aber im Verborgenen lauert eine bisher ungeahnte Gefahr. Die machtgierigen Intriganten schmieden neue Pläne, die Zevenaar mit allen Mitteln verhindern möchte, und schickt daher den geheimnisumwitterten Neferrillion auf eine ungewöhnliche Reise. Zugleich warten auf Norion weitere Überraschungen, die ihn beinahe unwissend in den Sumpf der Machenschaften versinken lassen. Mit Hilfe des mächtigen Feuergottes Zevenaar, uralten Drachen und glaubensstarken Kriegern beginnt plötzlich ein Abenteuer voll wahrhaften Glauben, Mut, Liebe und Intrigen.


Nachdem ich den ersten Teil der Buchreihe gelesen hatte, habe ich mich nun an Teil 2 gewagt. Wie erwartet, knüpfte dieses Buch an der spannenden Stelle des ersten Bandes an, und baute die Spannung weiter auf, so dass ich kaum in der Lage war, es einmal für einige Zeit zur Seite zu legen. Viele Fragen, die der erste Band aufgeworfen hatte, wurden endlich geklärt, doch nur noch umso mehr tauchten auf. Fragen, die zu meinem Bedauern, wohl erst im nächsten Teil beantwortet werden. Darunter interessiert mich vor allem, was genau Zevenaar, der übrigens mittlerweile einer meiner Lieblingscharaktere geworden ist, mit Norion vor hat, wie er in zu seinem Ziel führen möchte. Auch manches aus der Vergangenheit Neverrillions bleibt weiterhin unklar. Und so reiht sich Frage an Frage. Was wird aus den Zwillingen, dem mutigen und starken Krieger Larrin. Auch die Zukunft von Nezzir und seinen Mithalunken bleibt weiter im Dunkeln verborgen. Ich könnte beinahe ewig so weiter machen. Wie ihr seht, hat es mir die Reihe regelrecht angetan.

Auf Grund der Tatsache, dass das Buch so fesselnd geschrieben ist, fällt es dem Leser recht leicht, es zu Lesen. Allerdings muss ich sagen, dass viele Informationen weitergegeben werden, die man sich im Laufe der Lektüre merken sollte, um mit der Geschichte mithalten zu können. Daher sollte man dieses Buch in einer ruhigen Stunde lesen, ohne störende äußere Einflüsse, damit man ganz im Geschehen versinken kann.

Donnerstag, 1. November 2012

Autoreninterview mit Annette Eickert

Hallo, meine lieben Leser,

bei meiner Suche durch das Internet, bin ich auf dieses nette Interview mit Annette Eickert gestoßen. Da ich mich ja gerade selbst mit den Ynsanter - Büchern beschäftige, habe ich die Damen von Best of Books darum gebeten mir das kopieren dieser Befragung zu genehmigen. Und, wie ihr sehen könnt, wurde mir dies auch gestattet.

Vielen Dank an Best of Books und ihre Autoren Ivi & Jess.





Wir von Best of Books hatte mal wieder die Ehre, ein Interivew mit einer wunderbaren Autorin zu führen. Diesmal handelt es sich um Annette Eickert, die gerade mit Ynsanter ihre ersten Erfolge feiert.

Wenn ihr die Autorin also nicht einfach nur besser kennen lernen wollt, sondern auch neugierig darauf seit, um was genau es in ihren Büchern geht, welches Buch sie gerne selbst geschrieben hätte und welchen Beruf sie ausübte, bevor sie zur Schreiberei kam, dann dürft ihr euch dieses Interview auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Wir haben Annette Eickert als freundliche, lustige Frau kennen gelernt und hoffen sehr, sie mit diesem Interview ein wenig unterstützen zu können.

1.Wann haben Sie mit Schreiben angefangen?
Gerne geschrieben habe ich bereits in der Schule, am liebsten Aufsätze und Geschichtsreferate, damit hat es eigentlich erst richtig angefangen. Danach schrieb ich erst einmal nur für mich alleine, bis mir jemand von den so genannten Fanfictions erzählte. Erst dann habe ich meine allererste Fantasygeschichte online gestellt und als positive Resonanz kam, habe ich weiter geschrieben. Von diesem Moment konnte ich nicht mehr aufhören. Eine Geschichte nach der anderen fing an in meinem Kopf herumzuspuken und eine Geschichte nach der anderen entstand. Bis heute schreibe ich gerne meine eigenen Fantasygeschichten, aber genauso gerne Fanfictions.

2.Haben Sie irgendwelche literarischen Idole?
In aller erster Linie R.A.Salvatore, der u.a. Forgotten Realms Romane schreibt, aber auch all seine anderen Romane. Jeden einzelnen habe ich förmlich verschlungen und das nicht nur einmal. Zwei weitere Idole sind Margret Weis und Tracy Hickman, die die fantastische Welt von Drachenlanze erfanden und mitreißende Geschichten geschrieben und geschrieben haben.

3.Haben Sie sich bei ihren ersten Schreibversuchen nach einem bestimmten Autor gerichtet und versucht, die Schreibweise zu imitieren um besser zu werden?
Direkt nach einem bestimmten Autor habe ich mich noch nie gerichtet, obwohl einige Dinge beim Lesen hängen geblieben sind. Imitieren möchte ich auch gar nicht erst jemanden, ich schreibe für mich selbst und bastle an einem Satz so lange, bis er mir gefällt, ob er dann irgendeiner Schreibweise ähnelt, dass weiß ich ehrlich gesagt nicht.

4.Es gibt viele Autoren, die bei kompletter Ruhe nicht so gut schreiben können, als mit irgendwelchen Hintergrundgeräuschen. Hören Sie Musik während des Schreibens oder haben den Fernseher laufen?
Beim Fernsehen kann ich nicht schreiben, lenkt mich zu sehr ab, aber ohne Musik geht überhaupt nichts! *lach* Musik läuft immer beim Schreiben. Meistens läuft meine Liste einmal rauf und runter und wieder zurück. Habe es sogar schon ohne ausprobiert, aber da kam nichts Vernünftiges heraus.

5.Müssen Sie viel für ihre Geschichten recherchieren, bevor sie anfangen zu schreiben?
Das ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich. Für Ynsanter habe ich eine Menge im Internet recherchiert, besonders wegen der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch wegen den Fabelwesen. Demnächst plane ich einen Krimi, der in der Neuzeit spielen wird, dazu muss ich noch ein wenig mehr nach Informationen suchen.

6.Was ist ihr Lieblingsbuch und Ihr Lieblingsautor?
Mein Lieblingsbuch ist „Die Zauberprüfung“ von Margret Weis. Mein Lieblingsautor ist R.A.Salvatore.

7.Woher nehmen Sie die Ideen Ihrer Geschichten? Halten Sie sich an Dinge, die Ihnen selbst schon mal passiert sind oder richten Sie sich nach Träumen, Büchern, Filmen, usw?
Alles kommt irgendwie immer spontan. Entweder wenn ich etwas lese, oder auch bei Filmen und Serien, die ich mir anschaue, aber auch wenn ich mit Freunden rede. Aus einer kleinen Unwichtigkeit wird dann die Idee geboren und weitergesponnen. Doch generell lasse ich mich von Träumen überhaupt nicht beeinflussen, das müsste eine richtige Ausnahme sein und bisher ist mir so etwas noch nicht passiert. Im Allgemeinen bekomme ich meine Ideen von allem und recht spontan.

8.Welches Buch eines anderen Autors hätten Sie am liebsten selbst geschrieben?
Eindeutig die Bis(s)-Reihe. Gelesen habe ich alle Teile, doch an vielen Stellen hätte ich vieles ganz anders gestaltet.

9.Welche Romanfigur (eines anderen Autors) hätten Sie am liebsten erfunden/kreiert?
Raistlin Majere aus Drachenlanze von Margret Weis. Allerdings hat die Autorin der Figur von Anfang an so viel Leben eingehaucht, dass nur sie ihn perfekt agieren lassen kann, was auch gut so ist.

10.Was würden Sie sagen, wenn irgendjemand ein Film oder eine TV Serie aus ihren Büchern machen würde?
Oh mein Gott!!! Das wäre der Traum schlechthin. Ich glaube, das wäre der Traum von ganz vielen. Ganz ehrlich, ich hatte sogar schon einmal darüber nachgedacht und wenn tatsächlich jemand der das Sagen hätte meine Bücher finden würde und sie gut findet, warum nicht.

11.Hätten Sie irgendwelche Schauspielvorschläge, wenn es einmal so weit kommen würde?
*lach* Die hätte ich wirklich, obwohl die Frage sehr utopisch ist.
Bei Norion bin ich mir etwas unsicher, aber ich könnte mir Christian Haydensen gut vorstellen. Bei den Zwillingen Ronor und Nomarac Leadal Tom Felton und Jared Leto. Den Waffenmeister Larrin Doar und Neferrilion bin ich mir unsicher, aber Hugh Jackman würde beide sicherlich beide gut verkörpern. Calenor Kurutamat eindeutig Jason Isaac und Semesh von Eva Mendes. Zu Nezzir Rawon und Sisatana fällt mir niemand ein, aber Johnny Depp würde sicherlich eine gute Figur als Zevenaar machen. Als letzter könnte ich mir Evan McGregor als Ataran vorstellen.
Ich fürchte, ich habe hier die Latte sehr hoch gelegt *lach*

12.Bei welchem Ihrer Charaktere hat Ihnen das Schreiben am meisten Spaß gemacht?
Da gibt es sogar zwei Charaktere. Zum einen der Sklavenhändler Nezzir Rawon und der Drache Hytaas. Nezzirs Charakter war oft sehr launisch und obwohl er klug sein wollte, gingen seine Pläne sehr oft baden. Besonders in den noch nicht veröffentlichen Teilen von „Ynsanter“ macht er eine Charakterwendung, die mir am meisten Spaß gemacht hat zu schreiben. Bei dem Drachen Hytaas liebe ich das stolze Wesen und den Sarkasmus. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt, dann möchte er es erreichen und gleichzeitig ist er seinen Freunden ergeben. Am Anfang war es noch sehr schwierig für mich, aber dann plötzlich ging er mir ganz einfach von der Hand.

13.Sind irgendwelche Ihrer Charaktere in gewisser Art und Weise wie Sie selbst, Familienmitglieder oder Freunde?
Ganz ehrlich … schwierige Frage. Einige meiner Charaktere reagieren in bestimmten Situationen genau wie ich, was dann oft sehr spontan kommt. Ansonsten gehe ich die Szenen vor dem Schreiben immer geistig durch und versuche ihre Art vorher festzulegen. Aber es kam auch schon öfters vor, dass sich die Charaktere einfach selbstständig machen und ich nichts dagegen tun kann. *lach*

14.Um was genau geht es in ihren Fantasy Romanen?
Das ist eine gute Frage *lächel*. Es geht um zwei Völker, die Raukarii und die Iyana, die teilweise an Elfen angelehnt sind. Beide Völker waren vor vielen Jahrtausenden durch die gleichen Vorfahren miteinander verbunden. Doch durch einen Streit zwischen der großen Göttin und ihrem Sohn wurde das alte Volk gespalten. Seitdem beten die Iyana zur großen Göttin und die Raukarii zum Feuergott Zevenaar. Der Feuergott hatte zudem ein ganz besonderes Götterschwert erschaffen: Ynsanter. Damit wollte er seine Mutter töten, weil er glaubte von ihr nie geliebt worden zu sein. Doch er konnte sie nicht töten und hatte Ynsanter als Herrschaftssymbol dem Anführer der Raukarii übergeben. Das Schwert und der Anführer verschwanden jedoch spurlos und damit fängt die eigentliche Geschichte an
Ein Iyana (Ataran) wird bei einem Überfall der Feinde gefangen genommen und versklavt, aber das Schicksal hatte etwas anderes im Sinn. Er verliebte sich in eine Raukarii (Sistana) und beide wurden Eltern des Halb-Raukarii Norion. Um Norion dreht sich die Geschichte, der abgeschieden und unwissend als Sklave unter den Feinden aufwächst. Erst im Laufe der Geschichte trifft er Raukarii die anders sind, als alle anderen und sie werden auf ungewöhnliche Weise Freunde. Aber es gibt auch noch die Bösewichte, die das Götterschwert Ynsanter suchen und hoffen, es am Ende auch zu finden, um die Herrschaft an sich zu reißen. Unwissentlich geraten Norion und seine neuen Freunde zwischen die Fronten. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, den Rest müsst ihr lesen. *lächel*

15.Arbeiten Sie gerade an irgendwelchen neuen Projekten?
Zurzeit schreibe ich eine Idee für eine Fanfiction nieder, aber auch nur, damit ich anschließend besser auf einen Krimi konzentrieren kann, der mir ebenfalls schon länger im Kopf herumgeistert. Notizen gibt es bereits einige und ich hoffe, dass ich schon bald damit anfangen kann. Diesmal jedoch kein Fantasy, was für mich gleichzeitig noch eine Herausforderung wird, aber ich freue mich.

16.Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
Das ist wirklich unterschiedlich. Für „Ynsanter“ (Band 1 und Band 2) hatte ich vier Monate gebraucht. Für die zwei unveröffentlichten Teile von Ynsanter ungefähr fünf Monate. Es gibt auch Phasen, in denen ich einfach schreibe, schreibe und schreibe und dann tagelang gar nicht. Generell würde ich sagen, pro Geschichte vier bis sechs Monate.

17.Haben Sie neben dem Schreiben noch einen anderen Beruf?
Ich hatte mal einen anderen Beruf, Arzthelferin und Bürokauffrau, aber als ich vor fünf Jahren an Multiple Sklerose erkrankt bin, konzentriere ich mich seitdem ganz aufs Schreiben. Es ist sehr schwer mit der Krankheit einen ganz normalen Beruf auszuüben, was allerdings nicht an der MS selbst liegt, sondern niemand möchte chronisch Kranke einstellen, leider.

18.Was halten ihre Familie und Freunde von Ihren Büchern?
Bisher fand sie jeder, der sie gelesen hat gut und viele sind überrascht, dass ich es geschafft habe überhaupt solche Geschichten zu schreiben.

19.Was ist Ihr größter Traum?
Wenn meine Bücher ins Englische übersetzt werden würden.

20.Möchten Sie noch irgendetwas zu Ihren Fans und den Lesern von Best of Books sagen?
Ich danke allen ganz herzlich, dass sie die Geschichte um Ynsanter, Norion und dessen Freunden und Feinden lesen und gelesen haben und die Freude und das Leid der Figuren mit mir teilen. Die Unterstützung meiner Leser ist mir sehr wichtig und ich möchte mich gerne bei jedem einzelnen bedanken. Ich bin stolz auf euch.
Ich hoffe, dass ich demnächst einen neuen Verlag finde, denn ich bin fleißig auf der Suche, und dass ich anschließend die unveröffentlichten Teile von Ynsanter euch präsentieren kann, denn die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
Außerdem bedanke ich mich ganz herzlich bei Best of Books für dieses Interview.

Annette Eickert - Ynsanter Band 1




Kladdentext: „Ynsanter – Seele des Feuers Band 1″ erzählt den dramatischen Anfang einer hoffnungsvollen Suche nach dem Götterschwert Ynsanter, das am Ende den Frieden über die Welt Zanthera bringen soll. Hierbei spielt der Iyanakrieger Ataran eine wichtige Rolle, der in die Hände seiner erbitterten Feinde fällt, den Raukarii. Er verliebt sich in eine Raukarii und aus dieser Liebe wird ihr Sohn, der Halb-Raukarii Norion geboren. Doch durch ein tragisches Unglück wächst der Junge schließlich unwissend als Sklave unter der Herrschaft der Feinde auf, bis die Zeit zum handeln kommt. Zwei geheimnisvolle Zwillingsbrüder tauchen in Norions finsterster Stunde auf und stoßen auf eine Fragen, die sie nicht mehr loslasst. Mit Hilfe des mächtigen Feuergottes Zevenaar, uralten Drachen und glaubensstarken Kriegern beginnt plötzlich ein Abenteuer über wahrhaften Glauben, Mut, Liebe und Intrigen.



Wie versprochen melde ich mich, nun, da ich das erste Band dieser Buchreihe ausgelesen habe. Da ich den Schreibstil von Annette Eickert bereits von ihren Fanfiktion kannte, war ich sehr gespannt auf ihr Erstlingswerk als Buchautorin. Ich muss sagen, es hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Die von ihr geschaffene Fantasiewelt fesselt den Leser vom ersten Augenblick an. Die Charaktere bestechen durch ihre Einzigartigkeit. Ganz besonders haben es mir Norion und die Zwillinge Ronor und Normarac angetan, sie lassen einen mit ihnen mitfühlen, und mehr als einmal war ich knapp davor einem gewissen Sklavenhändler den Hals umzudrehen zu wollen.

Wenn ihr also auf der Suche nach einer neuen Welt, nach Rätseln und scheinbar unlösbaren Problemen und Fragen seid, dann kann ich das Buch nur empfehlen. Ich habe es jedenfalls mit Begeisterung gelesen.