Freitag, 15. Februar 2013

Ayla und der Clan des großen Bären von Jean M. Auel

Umschlagtext: Die Urzeit vor 30 000 Jahren: Das junge Mädchen Ayla irrt verlassen durch die gefährliche Wildnis der vorzeitlichen Erde. Der "Clan des Bären", ein Stamm von Urmenschen, nimmt sie auf. Doch Ayla ist nicht wie die anderen Stammesmitglieder. Sie ist blond, schlank und lernt überdurchschnittlich schnell.

Ayla lebt vor 30.000 Jahren in einer Zeit, in der Schnee und Eis weite Teile des europäischen Kontinents bedecken. Als während eines Erdbebens Aylas Stamm vernichtet wird, irrt sie ziellos umher und überlebt nur knapp den Angriff eines Höhlenlöwen. Völlig entkräftet wird sie vom Clan des Bären gefunden und aufgenommen. In Iza, der Heilerin des Clans, und deren Bruder Creb, einem mächtigen Medizinmann, findet Ayla neue Eltern. Bald schon ergeben sich Konflikte durch Aylas Andersartigkeit. Nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre seltsame Art, durch Laute zu kommunizieren, befremden die Clan-Mitglieder. Bald lernt Ayla, auf die "richtige" Art zu sprechen - in der Gebärdensprache.

Viele Verhaltensregeln und Tabus, die den Frauen des Bärenclans auferlegt sind, bereiten der selbstbewussten Ayla auch weiterhin Probleme. Mit Feuereifer stürzt sich Ayla in ihre Ausbildung zur Medizinfrau, denn darin sieht sie ihre einzige Chance, in Zukunft vom Clan akzeptiert zu werden. Doch ihr unabhängiges Wesen lässt sich nicht unterdrücken. So sehr sie sich auch müht, sie bleibt eine Außenseiterin in einer ihr fremden Kultur.

Die Autorin hat eine wunderbare Geschichte erschaffen, die den Leser in die Vorzeit entführt und bis ins kleinste Deteil das Leben der Neandertaler beschreibt, wie es vielleicht hätte sein können. Bereits nach den ersten Seiten vergisst man das moderne Zeitalter, und geht ganz in der Geschichte um Ayla auf. Der Leser erlebt wie sie aufwächst und zur jungen Frau heranreift, bis eines Tages auf die Unterstützung von Clan und Familie verzichten muss.
Besonders Interessant finde ich die Tatsache, dass Ayla keine Neandertalerin ist, sondern zu den Homo Sapiens gehört. Allein diese Tatsache, die unterschiedlichen Fähigkeiten der Frühmenschen, bringt eine gewisse Menge Probleme mit sich, die je älter Ayla wird umso offensichticher werden.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass dieses Buch für jeden empfehlenswert ist, der sich einmal selbst in die damalige Zeit versetzen lassen möchte.


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